Musik

Der goldene Schnitt in der Musik ist kein sonderlich weit verbreitetes Phänomen verglichen mit dem goldenen Schnitt in der Gestaltung, in der Biologie oder in der ganzen Natur, in dem diese Verhältniszahl immer wieder auftaucht und für Gesundheit und Wohlgeformtheit von Pflanzen, Tieren und den meisten anderen Lebewesen steht.

So sollte es kein Zufall sein, dass der goldene Schnitt auch bei den Proportionen des Menschen auftaucht. Zum Beispiel bei der Strecke von den Füßen bis zum Bauchnabel und dann weiter zum Kopf. Der goldene Schnitt gibt das Teilungsverhältnis einer Geraden an und zwar das Verhältnis 8:5, aus dieser Zahl ergibt sich das Verhältnis 1,68 die auch Phi genannt wird

Der goldene Schnitt im Instrumentenbau

Der goldene Schnitt ist in der Musik beim Instrumentbau und in der Komposition anzutreffen

Der goldene Schnitt ist in der Musik beim Instrumentbau und in der Komposition anzutreffen

Im Instrumentenbau findet der goldene Schnitt im besonderen Maße im Geigenbau und im Flötenbau Anwendung. Bei Stradivari Geigen so heißt es, soll Stradivari den goldenen Schnitt zu Berechnung der klanglich optimalen Position seiner F-Löcher verwendet haben. Doch beruhen diese Behauptungen nur auf Annahmen der nachträglichen Berechnung der Geigen Stradivaris. Es kann nicht belegt werden, ob Stradivari wirklich bewusst die F-Löcher im goldenen Schnitt positioniert hat, um die Musik dadurch schöner klingen zu lassen.

Der goldene Schnitt in der Komposition

Als eines der wichtigsten Beispiele des Gestaltungsprinzips des goldenen Schnittes in der Musik, gelten laut der Untersuchungen des ungarischen Musikwissenschaftlers Erno Lendvai, die Kompositionen Bella Bartoks. Nach Ansicht Lendvais hat Bella Bartok den Aufbau seiner Kompositionen so gestaltet, dass die Taktanzahl einzelner Abschnitte im Verhältnis zueinander sich dem Goldenen Schnitt annähern.

Der Bewusste Einsatz des Gestaltungsprinzips des Goldenen Schnitts findet allerdings bei Karl-Heinz Stockhausen Verwendung. Die bewusste Proportionierung nach Zahlen der Fibonacci-Reihe ist so zum Beispiel in Stockhausens neuntem Klavierstück anzutreffen, aber auch in der Spektralmusik von Gerard Grisey. Und auch in der popkulturellen Musik des zwanzigsten Jahrhunderts ist die Fibonacci-Reihe zu hören, so in dem Lied “Lateralus” der Metal-Band Tool, in der sie einige Male Anwendung findet.

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